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Nikotin
Nikotin – die Wirkung durchschauen, die Freiheit wiedergewinnen
Nikotin und wie es wirkt

- Die Zufuhr von Nikotin setzt im Gehirn innerhalb weniger Sekunden eine Dopaminausschüttung in Gang.
Nikotin ist ein natürlicher Bestandteil der Tabakpflanze. Es ist ein schnell wirkendes Nervengift, das Pflanzen vor Insekten schützt, beim Raucher aber viele Körperfunktionen beeinflusst. Nur 7 Sekunden nach dem ersten Zug an der Zigarette erreicht es das Gehirn.
Die Sucht beginnt im Hirn. Schon 10 bis 20 Sekunden nach der Inhalation löst Nikotin unter anderem die Freisetzung der Botenstoffe Dopamin und Serotonin im Gehirn aus. Und das verursacht sofort Glücks- und Belohnungsgefühle sowie Entspannung. Die Dopaminausschüttung im Hirn ist der zentrale Mechanismus für die Wirkung verschiedener Drogen. Heroin, Kokain, Alkohol und Nikotin: An alle diese Suchtstoffe gewöhnt sich das Gehirn schnell und verlangt die Droge, um Wohlgefühl zu finden. Bleibt die Nikotinzufuhr aus, treten Entzugssymptome wie Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen und Aggressivität auf.
Die Rolle der Psyche

- Auch die Psyche sorgt für Sucht – die Zigarette wird mit bestimmten Situationen fest verbunden, z.B. mit dem Glas Wein nach dem Essen.
Es ist nicht das Nikotin allein, das Süchtige immer wieder zur Zigarette greifen lässt. Die Zigarette nach einem schönen Essen, zu einem Glas Wein, zur Entspannung zu einem Latte Macchiato oder bei einer Stressattacke im Büro. Im Laufe eines Raucherlebens entwickeln sich situationsbezogene „Rituale“ um die Zigarette.1,2 Und diese Rituale festigen sich sehr schnell.
Das passiert im Körper

- Krankheit auf Raten: Jeder Zug an der Zigarette bringt Schadstoffe in den Körper.
Es ist zwar das Nikotin, das die Sucht verursacht. Für die eigentlichen Gesundheitsschäden sind jedoch viele weitere Schadstoffe verantwortlich. Tabakrauch enthält eine Reihe von Alkaloiden und zahlreiche andere Stoffe, darunter Benzol, Formaldehyd, Cadmium, Blei, Nickel, Chrom, Aluminium und Kohlenmonoxid.
Unter den Schadstoffen befinden sich allein mehr als 40 Substanzen, die nachweislich krebserregend sind.3 Weitere schwerwiegende Gesundheitsfolgen sind Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen.
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Vorbereiten auf den Ausstieg
Wer gut vorbereitet versucht, vom Rauchen loszukommen, hat weit größere Chancen auf Erfolg. Lesen Sie, was Sie schon tun können, bevor Sie Ihre letzte Zigarette anzünden. Vorbereiten
Therapeutische Hilfe beim Ausstieg
Vollkommen aus eigener Kraft mit dem Rauchen aufzuhören ist extrem schwierig, da das Suchtpotenzial des Nikotins und die psychische Abhängigkeit von der Zigarette sehr stark sind. Zum Glück gibt es begleitende Therapien, die Ihre Erfolgsaussichten beim Rauchstopp deutlich erhöhen. Therapien
Weiterführende Informationen
Informationsbroschüren zu Nikotin und Tabak bekommen Sie zum Download bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (DHS).
Referenzen
The health consequences of smoking: a report of the Surgeon General. Atlanta, Georgia: US Department of Health and Human Services, Centers for Disease Control and Prevention, National Center for Chronic Disease Prevention and Health Promotion, Office on Smoking and Health, 2004.
Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (DHS) und Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) Stand: 17.1.2006.


