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Auswirkungen auf die Lunge: Krebs und chronische Erkrankungen
Lungenkrebs
Keine andere Krebsart ist so eindeutig auf das Rauchen zurückzuführen wie der Lungenkrebs (Bronchialkarzinom). Nach Schätzungen gilt bei rund 90 Prozent aller bösartigen Geschwulste der Lunge das Rauchen von Zigaretten als Hauptursache.26
Das Einatmen von Nikotin und anderen Krebs erregenden Substanzen im Rauch kann zu einer chronischen Entzündung der Bronchien mit Zerstörung der Flimmerhärchen führen. Dauert dieser permanente Entzündungsreiz an, kann dies wiederum eine bösartige Geschwulst verursachen. Raucherhusten mit verstärktem Auswurf kann bereits ein erstes Symptom sein. Fieber, Nachtschweiß und Brustschmerzen sind mögliche Anzeichen einer begleitenden Lungenentzündung oder der Tumorerkrankung selbst.27
Raucher, die mehr als zwanzig Zigaretten am Tag konsumieren, haben ein 20-fach höheres Lungenkrebsrisiko im Vergleich zu Nichtrauchern. Besonders tückisch: Die Überlebensrate bei Lungenkrebspatienten liegt nach fünf Jahren nur bei zehn Prozent.
Bei Rauchern, die den Rauchstopp über einen Zeitraum von zehn Jahren geschafft haben, verringert sich das Lungenkrebsrisiko um die Hälfte.
Chronische Bronchitis (COPD)
Ständiger Husten und schleimiger Auswurf, ohne dass diesen Beschwerden eine Erkältung oder Grippe vorangegangen ist: Diese Symptome sind Hinweise auf eine chronische Bronchitis (chronisch-obstruktive Bronchitis, COPD). Die Weltgesundheitsdefinition definiert COPD als chronischen Husten mit und ohne Auswurf, den man an den meisten Tagen eines Jahres, mindestens aber je drei Monate lang in zwei aufeinander folgenden Jahren hat.28

Ein Warnsignal der Lungen: häufiger Husten
Der Tabakrauch spielt, neben anderen schädlichen chemischen Faktoren, eine besonders große Rolle bei der Entstehung und Verschlimmerung dieser Krankheit. Denn Zigarettenrauch verringert die Wellenbewegung der Flimmerhärchen in der Lunge, durch die Schadstoffe und Krankheitserreger aus der Lunge heraustransportiert werden. Der Selbstreinigungsmechanismus wird deshalb durch den Rauch empfindlich gestört. Die Folge: Husten oder häufiges Räuspern sowie akute oder chronische Entzündungen der unteren Atemwege.
Weltweit ist COPD die vierthäufigste Todesursache, schätzt die Weltgesundheitsorganisation (WHO), und in 20 Jahren wird sie vermutlich an die dritte Stelle vorgerückt sein.29
Weitere Lungenerkrankungen
Folgende Lungenerkrankungen treten zusätzlich vermehrt bei Rauchern auf:
- Rauchen erhöht das Risiko für Infektionen der oberen und unteren Atemwege.
- Rauchen führt zu einer rascheren Abnahme der Lungenfunktion, ein Rauchstopp bewirkt bereits innerhalb eines Jahres eine Verbesserung der Lungenfunktion.
- Rauchen gilt bisher zwar nicht als Auslöser von Asthma, doch rauchende Asthmatiker haben eine beschleunigte Verschlechterung ihrer Lungenfunktion, einen höheren Asthmaschweregrad und eine schlechtere Medikamentenwirkung als Nichtraucher. Passivrauchen führt bei Kindern zu einer Entstehung von Asthma.
- Fortgesetztes Zigarettenrauchen kann zu einer Vernarbung des Lungengewebes (Lungenfibrose) führen.
Weitergehende Informationen zum Thema Asthma erhalten Sie beim
Deutschen
Allergie- und Asthmabund und bei der
Patientenliga Atemwegserkrankungen.
26 Bundesverband der Pneumologen.
http://www.pneumologenverband.de,
Stand: 18.1.2007.
27 Bundesverband der Pneumologen.
http://www.pneumologenverband.de,
Stand: 18.1.2007.
28 BR-online. Christina Teuthorn im Gespräch mit Professor
Dr. Heinrich Worth, den Vorsitzenden der Deutschen Atemwegsliga und Chefarzt
am Klinikum Fürth im Bayrischen Rundfunk.
http://www.br-online.de,
Stand: 19.1.2007.
29 BR-online. Christina Teuthorn im Gespräch mit Professor
Dr. Heinrich Worth, den Vorsitzenden der Deutschen Atemwegsliga und Chefarzt
am Klinikum Fürth im Bayrischen Rundfunk.
http://www.br-online.de,
Stand: 19.1.2007.