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Schaufensterkrankheit und Raucherbein (Arterielle Verschlusskrankheiten

Schaufensterkrankheit, Raucherbein, diabetische Fußerkrankung. Wer über diese Krankheiten spricht, meint damit die so genannte periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK oder arterielle Verschlusskrankheit, AVK). Da sich Gefäße in den Beinen verengen oder verschließen, kommt nicht genügend Blut in die Beine. Dies führt beim Laufen zu Schmerzen in den Waden. Die Schmerzen sind so heftig, dass die Patienten stehen bleiben müssen. Daher die Bezeichnung Schaufensterkrankheit. Die Folge: Weitere Gehstrecken werden vermieden, was eine deutliche Einschränkung der Lebensqualität für die Betroffenen bedeutet. Die Patienten können häufig ihren gewohnten beruflichen und freizeitlichen Aktivitäten nur noch sehr eingeschränkt oder gar nicht mehr nachgehen. In den fortgeschrittenen Stadien kann es auch zu heftigen Schmerzen in Ruhe oder im Liegen kommen. Darüber hinaus kann die Erkrankung dazu führen, dass Verletzungen nicht abheilen, offene Stelle am Bein auftreten oder sogar Zehen schwarz werden und absterben.32

Rauchen erscheint der wichtigste Einzelrisikofaktor zu sein. Raucher entwickeln dreimal häufiger eine arterielle Verschlusskrankheit als Nichtraucher. Mehrere Risikofaktoren wie Bluthochdruck, hohe Blutfettwerte, Diabetes und Übergewicht lassen die Häufigkeit der arteriellen Verschlusskrankheit sprunghaft ansteigen.33

Dass Rauchen einer der größten Risikofaktoren betrachtet werden muss, belegt die Tatsache, dass 63 Prozent aller Patienten eine Raucherkarriere hinter sich haben.


32 Universität Marburg. Link öffnet in neuem Fensterhttp://www.med.uni-marburg.de, Stand: 23.1.2007.
33 Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften online. Link öffnet in neuem Fensterhttp://www.uni-duesseldorf.de, Stand: 23.1.2007.