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Testen Sie sich

Was Sie über Ihr Rauchverhalten wissen sollten

Mann im Sweatshirt schaut nachdenklich
„Wenn ich mein Rauchverhalten genau beobachte, kann ich sicher lernen, meinen Stress anders zu bewältigen.“

Wenn man sich Gedanken darüber macht, warum man raucht und nur schwer wieder davon loskommt, erkennt man schnell, dass eine große Zahl von Faktoren dabei eine Rolle spielt. Wenn Sie den eigenen Ausstieg aus dem Rauchen planen, sollten Sie sich zuerst einmal selbst beobachten: Wie stark ist Ihre Abhängigkeit vom Nikotin, welcher Rauchertyp sind Sie? So bekommen Sie eine erste Orientierung, und vielleicht deutet sich schon eine Richtung für die begleitenden Therapien an, die Sie besonders gut unterstützen können. Auf den folgenden Seiten finden Sie schnell und einfach viel über sich selber heraus!

Abhängigkeit testen?

Wie frei sind Sie in Ihrem Rauchverhalten?

Niemand gibt gerne zu, dass er abhängig ist. Schließlich bedeutet es, dass man sein „Rauchverhalten“ nicht ganz im Griff hat. Umso schwieriger ist es auch, die eigene Abhängigkeit einzustufen.

Karl Olav Fagerström1 hat einen Test entwickelt, der auf wissenschaftlicher Basis und mit neutralen Fragen den Grad der Tabakabhängigkeit ermittelt. Zugleich gibt er Empfehlungen, wie Sie vorgehen sollen, um die Sucht zu bekämpfen. Um ein aussagekräftiges Ergebnis zu erhalten, sollten Sie ehrlich antworten.

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Welcher Rauchtyp?

Welcher Rauchertyp sind Sie?

Viele Raucher greifen nach dem Essen zur Zigarette. Andere zünden sich eine an, wenn sie Stress am Arbeitsplatz haben. Manche können nicht auf die Zigarette verzichten bei einem Glas Wein, wenn sie mit Freunden zusammensitzen. Je nach Tageszeit und Stimmung wechselt die Funktion, die eine Zigarette haben kann, und zwar ohne Bezug zum Grad der Abhängigkeit. Ob Sie häufig oder selten rauchen, sagt noch nicht viel über Ihr ganz persönliches Verhältnis zum Tabak aus.

Mit den folgenden fünf Beschreibungen finden Sie heraus, ob Sie einer der Muster-Typen oder eher ein Mischtyp sind. Erkennen Sie Ihre typischen Reaktionen und tun Sie etwas dagegen.

Genussraucher

Das Rauchen wird als Genuss zelebriert, genau wie die anderen angenehmen Dinge des Lebens. Ein gutes Essen, ein edler Wein, und dann kommt für den Genießer als krönender Abschluss die Zigarette. Darf er sie nicht rauchen, leidet der Raucher in diesem Moment stärker als sonst. Dieser Rauchertyp empfindet sich selbst häufig nicht als extrem süchtig, möchte aber auf keinen Fall auf seine Genuss-Zigarette verzichten. Aber auch diese Zigarette ist, wie jede andere, stark gesundheitsgefährdend.

Stressraucher

Der typische Stressraucher steht im Alltag häufig unter Strom. Druck am Arbeitsplatz, Prüfungssituationen, Verkehrsstaus und Eile sind typische Momente, in denen er nicht ohne Zigarette auskommt. In solchen Situationen greift er automatisch zur Schachtel. Oft weiß er gar nicht, wie viele Zigaretten er so jeden Tag verbraucht. Der Tabak soll ihm helfen, Druck, Nervosität und Angst in den Griff zu bekommen. Für diesen Rauchertyp sind Entspannungstechniken beim Ausstieg eine wichtige Hilfe, und die Entwöhnung sollte möglichst in entspannten Lebenssituationen beginnen.

Figurraucher

Der „Schlankheitsraucher“ nutzt die Zigarette als Kalorienbremse. Anstatt zu essen, greift er in die Schachtel. Gleichzeitig hat er große Angst vor einer möglichen Gewichtszunahme bei einem Rauchstopp. Meistens ist dem Figurraucher durchaus bewusst, dass Nikotin und seine Fixierung auf ein bestimmtes Körpergewicht seiner Gesundheit schadet. Konsequenzen zieht er daraus aber kaum. Bei einem Rauchstopp sollte dieser Typus regelmäßig Sport treiben und auf eine gesunde, kalorienarme Ernährung achten.

Gelegenheitsraucher

Zwei Wochen ohne und ein Abend mit Zigaretten sind für den Gelegenheitsraucher typisch. Er kann für lange Phasen abstinent sein, greift dann aber in verlockenden Situationen zum Glimmstängel. Das kann ein stressiger Arbeitstag, aber auch ein gemütlicher Kneipenabend sein. Da ihm die gesundheitlichen Risiken verschwindend gering erscheinen, sieht er häufig keinen Anlass für einen endgültigen Rauchstopp. Aber wer nur ab und zu mal eine qualmt, unterschätzt das Suchtpotenzial des Nikotins. Dabei wird aus einem Gelegenheitsraucher schnell ein Gewohnheitsraucher.

Suchtraucher

Ein Suchtraucher reagiert schnell nervös, wenn er keine Zigaretten dabei hat. Deshalb legt er sich häufig auch eine „Sicherheitsreserve“ an. Ein Leben oder sogar nur ein Tag ohne die Droge Nikotin erscheint ihm unmöglich. Suchtraucher meiden oft nikotinfreie Orte – Kinobesuche, Langstreckenflüge etc. sind für sie ein Problem. Selbst wenn der Süchtige krank oder stark erkältet ist, oder er unter einer Bronchitis leidet, raucht er weiter. Die körperliche, aber auch die psychische Abhängigkeit ist höher als bei den anderen Rauchertypen. Deshalb profitieren Suchtraucher besonders von einer verhaltenstherapeutischen Unterstützung.

Wissenstest Rauchen

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Referenzen

  1. Fagerström KO, Schneider NG. Measuring nicotine dependence: A review of the Fagerström Tolerance Questionnaire. J Behav Med. 1989; 12:159–181.

Zuletzt aktualisiert: 04.05.2011