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Gesundheit

So schnell erholen Sie sich!

Frauenhände brechen eine Zigarette durch

Selbst nach jahrelangem Tabakkonsum beginnt bei einem Rauchstopp die Selbstheilung erstaunlicherweise innerhalb weniger Minuten. Blutdruck, Körpertemperatur und Herzschlagfrequenz normalisieren sich, und Viele fühlen sich dadurch schon am ersten Tag besser. Gleichzeitig verringert sich das Risiko lebensbedrohlicher Krankheiten wie Lungenkrebs und Herzinfarkt mit jedem weiteren rauchfreien Tag. Dazu müssen Sie aber völlig auf die Zigaretten verzichten, nur die Zahl der Zigaretten zu reduzieren hat keine gesundheitlichen Vorteile. Das belegt eine finnische Studie vom Nationalen Institut für Volksgesundheit in Oslo.1

Beobachten Sie sich und Ihren Körper während Ihrer ersten Tage, Wochen und Monate als Nichtraucher. Sie werden erstaunt sein, wie gut Sie sich fühlen!

Nach dem Rauchstopp: So schnell treten körperliche Verbesserungen ein2

Eine gut gelaunte Frau beim Nordic Walking im Park

Nach 20 Minuten: Die Körpertemperatur normalisiert sich. Herzschlagfrequenz und Blutdruck gleichen sich denen eines Nichtrauchers an.

Nach 24 Stunden: Nikotin- und Kohlenmonoxid-Gehalt im Körper sinken; das verringert Durchblutungsstörungen und verbessert die Sauerstoffversorgung der Organe und Blutgefäße: Sie fühlen sich einfach fitter!

Nach 1 bis 2 Tagen: Ihr Körper ist frei von Nikotin und Kohlenmonoxid. Durchblutung und die Sauerstoffzufuhr werden weiter verbessert, Geruchs- und Geschmackssinn werden intensiver.

Eine gut gelaunte Frau steckt sich ein Bonbon in den Mund

Nach 1 Woche: Ihr Herz pumpt mehr sauerstoffhaltiges Blut durch den Körper. Die Atmung fällt leichter, Sie haben mehr Energie.

Nach 1 bis 9 Monaten: Der Raucherhusten geht merklich zurück. Der Kreislauf stabilisiert sich, das Immunsystem wird gestärkt und die Lungenfunktion verbessert.

Nach 1 bis 2 Jahren: Das Herzinfarktrisiko geht um die Hälfte zurück.

Nach 10 Jahren: Das Lungenkrebsrisiko halbiert sich.

Auch langfristig werden Sie profitieren. Je mehr Sie in Ihre Gesundheit investieren, desto mehr erhalten Sie zurück.


Sind das nicht gute Aussichten, um sich auf die Rauchentwöhnung zu freuen?

„Die Schadstoffe, die mit dem Rauchen aufgenommen werden, wirken sich an vielen Stellen des Körpers aus.“
„Die Schadstoffe, die mit dem Rauchen aufgenommen werden, wirken sich an vielen Stellen des Körpers aus.“

Schwangerschaft

Verzicht auf Rauchen in der Schwangerschaft bedeutet mehr Sicherheit für Mutter und Kind während und nach der Schwangerschaft. Rauchbedingte problematische Schwangerschaften und körperliche wie seelische Langzeitwirkungen auf das Kind werden durch den Verzicht auf Zigaretten vermieden.

Gehirn

Nikotin schädigt die Gefäße und erhöht damit unter anderem stark das Schlaganfall-Risiko. Mit dem Rauch-Stopp beginnt eine langsame Regeneration der Gefäße, nach etwa 15 Jahren ist der natürliche Zustand wieder hergestellt.

Augen

Rauchen erhöht das Risiko, im Alter durch eine sogenannte altersabhängige Makula-Degeneration (AMD) ernste Sehschäden bis zur Erblindung zu erleiden. Wer nicht raucht, vermeidet den vermuteten Schadensmechanismus, die Verringerung der schützenden Antioxidantien, und schützt damit sein Augenlicht. Nach etwa 20 rauchfreien Jahren ist das Risiko wieder auf Nichtraucher-Niveau.

Lunge

Kaum ein Zusammenhang ist so eindeutig und eng wie der zwischen Rauchen und Lungenkrebs. Aber auch andere Lungenkrankheiten wie die chronische obstruktive Bronchitis (COPD) werden durch das Rauchen stark gefördert. Schon nach 10 Jahren Rauchstopp hat sich das Lungenkrebs-Risiko wieder halbiert.

Herz-Kreislauf

Ein großer Teil der durch Rauchen bedingten Krankheiten, etwa 40%, sind Herz-Kreislauf-Krankheiten. Herzinfarkt-Patienten unter 40 Jahren sind sogar zu 98 % Raucher. Durch einen konsequenten Rauchstopp regenerieren sich die Gefäße langsam, aber stetig, die Leistungsfähigkeit kehrt zurück, und das Krankheitsrisiko sinkt deutlich. 

Nieren

Wer regelmäßig zur Zigarette greift, hat ein erhöhtes Risiko, an Nierenkrebs zu erkranken. 15 Jahre nach dem Rauchstopp entspricht das Risiko wieder dem eines Nichtrauchers.

Durchblutung

Durch das Rauchen verengte Blutgefäße transportieren zu wenig Blut, auch in die Beine. Folge sind sogenannte periphäre arterielle Verschlusskrankheiten (pAVK), häufig unter Begriffen wie „Schaufensterkrankheit“ oder „Raucherbein“ bekannt. Wer mit dem Rauchen aufhört, beseitigt den vermutlich größten Risikofaktor für solche Erkrankungen.

Verdauung

Auch wenn auf den ersten Blick Rauchen mehr auf die Atmungsorgane wirkt, ziehen die Tabak-Inhaltsstoffe das gesamte Verdauungssystem von der Mundhöhle bis zum Darm in Mitleidenschaft. Wer das erhöhte Krebsrisiko an Mund und Kehlkopf, Magen, Darm und anderen Organen vermeiden will, sollte mit dem Rauchen aufhören.

Diabetes

Rauchen ist ein Risikofaktor bei der Entwicklung von Diabetes, der „Zuckerkrankheit“. Die wesentlichen gesundheitlichen Probleme liegen aber in der Kombination von Rauchen und Diabetes. Das Risiko, z.B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, einen Schlaganfall, ernste Durchblutungsstörungen und Nierenerkrankungen zu bekommen, lässt sich durch Verzicht auf Zigaretten deutlich senken.

Mundgesundheit

Rauchen schadet Mundschleimhaut, Kieferknochen und Zähnen. Besonders die Anfälligkeit für Zahnfleischentzündungen und Zahnfleischschwund (Parodontitis) steigt stark an. Dadurch gibt es häufiger Probleme bei Zahnbehandlungen. Der beste Schutz für Mund und Zähne neben guter Zahnhygiene: nicht rauchen!

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Referenzen

  1. http://www.focus.de Januar 2007.

  2. Surgeon General 1988 und 1990.

Zuletzt aktualisiert: 05.05.2011